21 Mai 2017

Überraschend deutlich, mit 58,2 Prozent Ja-Stimmen-Anteil, hat die Schweizer Bevölkerung einem Neubau-Verbot für Atomkraftwerke zugestimmt. Der Atomausstieg auf Raten kommt im Rahmen eines Energiegesetzes, das ein ganzes Massnahmenpaket zur Senkung des gesamten Pro-Kopf-Energieverbrauchs um 43 Prozent bis 2035 gegenüber dem Stand von 2000 vorsieht. Beim Stromverbrauch ist das Ziel mit minus 13 Prozent bescheidener.

11 Mai 2017

Die Weiss- und Schwarzmalerei gehört zum politischen Geschäft. In der Schweiz wird derzeit im Vorfeld einer Abstimmung zur Energiewende am 21. Mai vor allem seitens der Gegner besonders dick aufgetragen. Die Befürworter eines von den parlamentarischen Gremien mühsam ausgehandelten Kompromisses versuchen derweil, ihre heterogene Schar zusammenzuhalten.

09 Mai 2017

Die Schweizerische Energiestiftung kritisiert die von einer Fachkommission vorgelegten Kostenstudie für Stillegung, Entsorgung und Endlagerung der Atomkraftwerke als zu niedrig. Das könnte zulasten des Staates gehen, der nach den Betreibern in letzter Instanz zuständig wäre. In Deutschland hat der Staat derweil die Verantwortung für die Zwischen- und Endlagerung übernommen – finanziert aus einem von den Betreibern gespiesenen Fonds.

18 Apr 2017

Sechs Jahre nach der Katastrophe von Fukushima sind die entscheidenden Fragen zur Ursache nach wie vor unbeantwortet. Und nur eine kleine Minderheit der Evakuierten will zurückkehren, schreibt Yukio Yamaguchi, Vize-Direktor des Citizens' Nuclear Information Center (CNIC) in einem Beitrag.

07 Apr 2017

Die Tage des 1977 in Betrieb gegangene Atomkraftwerkes Fessenheim im Elsass sollten eigentlich gezählt sein. Die rechtlichen Voraussetzungen für eine vorzeitige Abschaltung der beiden notorisch störungsanfälligen Reaktoren sind erfüllt. Doch es gibt im Verwaltungsrat der Betreiberin EDF erhebliche Widerstände. Ihm steht ein faktisches Vetorecht zu. Eben hat das Gremium die endgültige Zustimmung erneut hinausgeschoben. Man hofft auf einen neuen, atomfreundlichen Präsidenten.

01 Feb 2017

Dass der Uranabbau in besonderem Masse Mensch und Umwelt schädigt, ist keine neue Erkenntnis. Dennoch denkt die Regierung der Demokratischen Republik Kongo ernsthaft über eine Wiederaufnahme des verbotenen Uranabaus nach.

05 Jan 2017

In Deutschland, wo noch im Jahr 2000 19 Atomkraftwerke 30,6 Prozent zur Elektrizitätsproduktion beitrugen, geht spätestens Ende 2022 das letzte AKW vom Netz. Vor allem Windräder und Solarpanels werden sie ersetzen. Schwer zu schaffen macht den Nachbarländern der nicht funktionierende Emissionshandel. Er befeuert der den Weiterbetrieb von deutschen Kohlekraftwerken.

02 Dez 2016

Zu einem besonderen Vortrag konnte Präsident Raymond Chow beim letzten Meeting des Rotary-Club Sindelfingen den Journalisten Urs Fitze und seinen Begleiter Rudolf Renner begrüßen. Rund 30 Mitglieder folgten aufmerksam deren Erzählungen über Menschen, die sich direkt nach den Atomunfällen in Tschernobyl und Fukushima engagierten, um den Betroffe-nen zu helfen. Beeindruckend waren auch Berichte aus den Besuchen in den darauf folgen-den Jahren. Diese zeichneten ein Bild, wie unterschiedlich mit den Folgen umgegangen wird.



02 Dez 2016

Die Atomausstiegs-Initiative der Schweizer Grünen ist an der Urne gescheitert, erzielte mit einem Ja-Stimmen-Anteil von 46 Prozent aber einen Achtungserfolg. Sie hatte ein Abschalten der fünf Atomkraftwerke nach einer Laufzeit von 45 Jahren verlangt. Das Thema ist damit noch nicht vom Tisch. Voraussichtlich im nächsten Jahr dürfte es an der Urne um die Frage gehen, ob die AKW’s unbefristet weiterlaufen dürfen und ob Neubauten verboten werden.

News aus aller Welt

Katanga Business

  • Mit seinem Film „Katanga Business“ von 2009 vermittelt der belgische Regisseur Thierry Michel nicht nur einen Einblick in die gegenwärtige Situation der Rohstoffförderung in Katanga, sondern verdeutlicht auch die eigentlichen Aufgaben eines Dokumentarfilmers – Dokumentieren statt Kommentieren.

Wer wir sind

Der 2012 gegründete Verein für nachhaltigen Journalismus im Internet setzt sich für einen qualitativ hochwertigen, unabhängigen Online-Journalismus ein, der den Tag überdauert. Der Verein fördert und betreibt journalistische Webseiten, die sich Themen widmen, die in den herkömmlichen Medien kaum mehr Platz finden. Mitglieder sind Journalistinnen, Fotografen, Gestalter und Webdesignerinnen.

Das 1989 gegründete Pressebüro Seegrund ist eine feste Grösse in der Medienlandschaft. Den Schwerpunkt bilden Hintergrundberichte, Reportagen und Sachbücher. In den vergangenen Jahren sind einige Online-Magazine lanciert worden, unter anderen www.alpenmagazin.org, www.mangel-und-moral.org, und, das jüngste Kind, www.mensch-und-atom.org.

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Autoren:
Martin Arnold,
seit 30 Jahren freischaffender Journalist, Buchautor und Medienunternehmer, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Urs Fitze,
freier Journalist, Reportagen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Reisen und Umwelt, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Unsere Ziele

www.mensch-und-atom.org will aufrütteln, anregen und nachdenklich machen, aber nicht provozieren und skandalisieren zu einem Thema, das uns alle angeht: Atomkraft. Es ist ein Thema, das polarisiert, das Gegner und Befürworter zu Ideologen ihrer Sache macht. Und es ist ein Thema, das Wissende und Unwissende in einer Weise trennt, die gewollte und ungewollte Abhängigkeiten schafft. Vor dem Hintergrund der aktuellen „Energiewende“-Debatten möchten wir einen kritischen Diskussionsbeitrag leisten für all jene, die mehr wissen wollen zum Thema Atomkraft. Und wir möchten einen Beitrag leisten, die tiefen ideologischen Gräben zu überwinden, die Befürworter und Gegner trennen. Denn die Wahrheit wird bei diesem Thema sehr schnell relativ bzw. relativiert, man bewegt sich auf einem Feld, in dem sich Experten, Meinungsmacherinnern, Ideologen, Betroffene, Opfer, Lobbyisten, Politikerinnen und Weltenretter tummeln. Sie alle sollen zu Wort kommen, sie sollen von ihrer Wahrheit erzählen, der Wahrheit des Strahlenopfers ebenso wie jener des Kraftwerkbetreibers, des Befürworters und der Gegnerin. Das zweite Ziel des Buches: die vielen Facetten der Wahrheit zu ergründen – und wie empfänglich wir für jene sind, die es uns bequem machen wollen.


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