Produktionsrekord in Finnlands Kernkraftwerk Loviisa

Im vergangenen Jahr war die Stromproduktion des finnischen KKW Betreibers Fortum höher denn je. Eine Laufzeitverlängerung der rund 40 Jahre alten Druckwasserreaktoren soll geprüft werden. Noch vor einem Jahr wollte man die Anlage mittelfristig stilllegen.

Das finnische Staatsunternehmen Fortum ist Energieversorger der Baltischen Staaten und betreibt das zweiteilige Kernkraftwerk Loviisa. 2017 verzeichnete die Anlage einen Produktionsrekord mit 8,16 Terawattstunden Strom, was zehn Prozent der gesamten finnischen Stromproduktion ausmacht. Die hohe Produktionsleistung begründet Fortum mit einem Auslastungsfaktor von 90 Prozent. „Unsere Druckwasserreaktoren gehören zu den besten der Welt“, so ein Sprecher des Konzerns. Die Reaktoren des Typs 502-MW-DWR wurden von Russland geliefert und sind seit 37 und 40 Jahren in Betrieb. Vor einem Jahr hieß es, man wolle die Anlage bis 2030 stilllegen. 

 

Das Reaktorpaar 1 und 2 von Loviisa in Finnland. (Bild: Wikipedia)

Im vergangenen Jahr wurden jedoch 90 Millionen Euro investiert. Auch für das kommende Jahr geht Fortum von Investitionen in Millionenhöhe aus. Seit September plant das finnische Unternehmen, sich mit knapp 47 Prozent an Uniper zu beteiligen. E.ON möchte seine Anteile am fossilen Energiegeschäft für 8,05 Milliarden Euro veräußern. Der deutsche Energieversorger Uniper ist global tätig. Russland ist einer seiner wichtigsten Märkte. Anfang 2018 überprüfe man, ob die Lebensdauer von Loviisa bis 2050 verlängert werden solle, sagte der stellvertretende Direktor von Fortum. Durch technische Aufrüstung und Erneuerung solle noch effizienter produziert werden. Doch die Rekordnettoleistung werde wegen den Wartungsarbeiten auf 7,8 TWh sinken.

Links:

Die internationale nukleare Nachrichtenagentur Nucnet berichtet über Produktionsrekord des finnischen KKW Louisa 

Artikel der Nasdaq, grösster elektronischer Börse der USA über das finnische Rekordhoch der Atomenergie 

 

News aus aller Welt

Katanga Business

  • Mit seinem Film „Katanga Business“ von 2009 vermittelt der belgische Regisseur Thierry Michel nicht nur einen Einblick in die gegenwärtige Situation der Rohstoffförderung in Katanga, sondern verdeutlicht auch die eigentlichen Aufgaben eines Dokumentarfilmers – Dokumentieren statt Kommentieren.