Urs Fitze

Die weitgehende Zurückstufung des nationalen Monuments «Bears Ears» im Bundesstaat Utah folgt handfesten Interessen der Uran-Industrie. Die Regierung des Bundesstaates hatte heftig lobbyiert, um die Entscheidung von Trumps Vorgänger Barack Obama zu revidieren. Es gehe um die nationale Sicherheit, hiess es, konkret: Die letzte us-amerikanische Anlage zur Urananreicherung, die zwar nicht direkt im ursprünglichen Schutzgebiet liegt, aber deren Zufahrtsstrassen und mehrere Uranlagerstätten tangiert wären. Nun ist der Weg wieder frei.

In Russland sind bei einem nicht näher spezifizierten Vorfall im September «äusserst hohe» Konzentrationen des Isotops Ruthenium 106 freigesetzt worden. Die russische Atomaufsichtsbehörde Rostehnadzor hatte noch vor kurzem behauptet, man habe keine erhöhten Werte registriert. Westeuropäische Messstationen hatten dagegen schon im Oktober einen Fallout gemessen und Russland als Quelle vermutet. Diese Tatsachen-Leugnung erinnert fatal an den Super-Gau von Tschernobyl, über den sich die sowjetische Führung während Wochen ausschwieg. Nun deutet vieles darauf hin, dass das Ruthenium 106 aus der Wiederaufbereitungsanlage in Mayak stammt. Dort wird gerade gross aufgerüstet.

Mit dem «European Climate Leadership Report 2017» verfolgt die in Zürich domizilierte «Energy for Humanity» vor allem ein Ziel: eine Lanze für die Atomenergie zu brechen. Die Argumente sind dürftig.