Urs Fitze

Als vor acht Jahren das zweitstärkste je gemessene Erdbeben Japan erschüttert und eine gewaltige Tsunami Teile der Ostküste verheerte, geschah das Unfassbare: In Fukushima-Daiichi kam es zu drei Kernschmelzen, als die 15 Meter hohe Flutwelle die Notstromversorgung lahmlegte. Es wird weit länger als die prognostizierten 40 Jahre dauern, bis die drei havarierten Atomkraftwerke entsorgt sind.

«Ökomodernisten» wie der zweitreichste Mann der Welt, Bill Gates, sehen in der Atomkraft eine Energieform der Zukunft, um den Klimawandel zu stoppen. Sie rechnen mit grossen technologischen Durchbrüchen. Ob das gelingt, steht in den Sternen. Und dann kommt noch die Kostenfrage.

Beznau I, der älteste Atomreaktor der Welt, darf nach drei Jahren Stillstand wieder ans Netz. Das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat ENSI hat den von der Betreiberfirma Axpo verlangten Sicherheitsnachweis für den Reaktordruckbehälter akzeptiert. Umweltverbände protestieren.